US-Heeresgarnison Wiesbaden


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Kontakt

Büro für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

  • Adresse: Clay Kaserne
    Geb. 1205, Wiesbaden

  • Telefon: (0611) 143-548-2000/2001

Wir über uns

Herzlich willkommen

  • Herzlich willkommen auf der Website der US-Heeresgarnison Wiesbaden, der Standortverwaltung für eine ca. 20.000-köpfige amerikanische Militärgemeinde im Herzen Hessens.

    Unser Auftrag ist, für die Einsatzbereitschaft und das Wohlergehen von gegenwärtig 3.100 US-Soldaten, 3.900 amerikanischen Zivilangestellten, 10.500 amerikanischen Familienangehörigen, 1.200 ortsansässigen Mitarbeitern und 1.100 Pensionären zu sorgen.

    Die Standortverwaltung bietet der Militärgemeinde eine Vielzahl von Dienstleistungen, von Infrastruktur und Sicherheit bis hin zu Kindergärten, Schulen und internen Einkaufs- und Freizeiteinrichtungen.

    Die Garnison pflegt eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Wiesbaden und den umliegenden Gemeinden, dem Land Hessen und zahlreichen Stellen des Gastgeberlandes.

    Zahlreiche gemeinsame Aktivitäten geben Gelegenheit zur Begegnung zwischen Deutschen und Amerikanern.

    Anhand der hier bereitgestellten deutschsprachigen Informationen können Sie sich ein Bild über das Leben in der Militärgemeinde machen, Antworten auf manche Fragen finden und sich bei weiterführenden Anfragen an unser Büro für Öffentlichkeitsarbeit wenden.

Die Geschichte der Clay-Kaserne mit Flugplatz Erbenheim

  • Die Geschichte der Clay-Kaserne (ehemals Wiesbaden Army Airfield) reicht zurück bis zu den alten Römern, wie jüngste archäologische Ausgrabungen bestätigten. Das Erbenheimer Flugplatzgeländes selbst diente im Mittelalter der Veranstaltung von Volksfesten und nationalen Feierlichkeiten; zuerst im Jahr 1184, als dort der deutsche Kaiser Friedrich I seine Söhne zu Rittern schlug.

    Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Festplatz zu einer Pferderennbahn umgestaltet, mit der sich Wiesbaden durch seine preisgekrönten Rennveranstaltungen in ganz Europa einen Namen machte. Am 11. Mai 1913 landete Prinz Heinrich von Preußen nach seinem legendären Flug in einem Feld neben der Rennstrecke. Es war die erste dokumentierte Landung eines Flugzeuges auf dem Gelände des heutigen Heeresflugplatzes.

    Als die Zahl der Rennbesucher um 1917 begann, rückläufig zu werden, wurden erstmals von Sponsoren geförderte Flugvorführungen als fester Programmbestandteil in die Rennveranstaltungen aufgenommen. Die berühmtesten deutschen Kunstflieger gaben sich mit ihren Darbietungen damals die Ehre.

    Im Ersten Weltkrieg wurde die Rennbahn nicht für Fliegereinsätze genutzt. Die Idee, daraus ein Rollfeld zu machen, hatte der pensionierte Fliegeroffizier Joseph Aumann erst im Jahre 1926. Sein Vorschlag fand zwar nicht die Zustimmung der breiten Öffentlichkeit, jedoch überzeugte er die Stadtältesten davon, dass ein Flugplatz mehr Kurgäste nach Wiesbaden locken und damit die gesamte Wirtschaft der Kurstadt ankurbeln würde.

    Bald darauf, im Frühjahr 1929, wurde der Flughafen „Wiesbaden-Mainz“ seiner Bestimmung übergeben. Der private Flugbetrieb und die Sportfliegerei wurden jetzt in Wiesbaden populär. Mit dem Dritten Reich kam ab 1933 ein neuer Verwendungszweck hinzu. Kampfpiloten der Deutschen Luftwaffe wurden nun in Wiesbaden ausgebildet. 1936 fand der Flugplatz Wiesbaden-Mainz auf Anordnung des Luftwaffenhauptquartiers in Berlin als Fliegerhorst eine ausschliesslich militärische Verwendung. Nach Vollendung der Baumassnahmen zur Errichtung eines Kasernenbereichs, einer Start- und Landebahn und einiger Flugzeughallen zog 1938 die erste deutsche Kampffliegereinheit, die berühmte „Pik Ass“, in ihren neuen Standort ein.

    Im Zweiten Weltkrieg diente der Fliegerhorst als Ausgangspunkt für Kampf- und Bombenflugzeuge. Als die Zahl der Flugeinsätze ihren Höhepunkt erreichte, starteten dort alle drei Stunden bis zu 40 der sogenannten Bomber. Natürlich war der Standort Wiesbaden das Ziel zahlloser alliierter Bombenangriffe, bei denen einmal sogar 76 Bombenkrater auf der Startbahn verzeichnet wurden. Noch heute werden manchmal Blindgänger bei Bauarbeiten rund um den Flugbereich entdeckt.

    Ende März 1945 zog sich die Deutsche Luftwaffe vom Fliegerhorst Wiesbaden zurück, der anschliessend von den vorrückenden amerikanischen Truppen besetzt wurde. Die US-Streitkräfte blieben nach Ende des Krieges in Wiesbaden, wo sie im September 1947 aus dem Heeresfliegerkorps eine eigenständige Waffengattung, nämlich die US Luftwaffe, bildeten. 1948 wurde der ehemalige Fliegerhorst offiziell zur „Wiesbaden Air Base“ (US-Luftwaffenstützpunkt) mit Sitz des Hauptquartiers der US Luftwaffe in Europa erklärt.

    Während der „Berliner Luftbrücke“ 1948-1949 zeichneten sich die auf der Wiesbadener „Air Base“ stationierten amerikanischen Flieger durch ihren aussergewöhnlichen Einsatz bei den Hilfsaktionen im Rahmen der „Operation Vittles“ („Aktion Carepaket“) besonders aus. Die „Flying Boxcars“ C52 und C84, die sogenannten Rosinenbomber der 60. Transportfliegergruppe, nahmen täglich Kurs auf den Flughafen Tempelhof, der wie die Stadt Berlin eingeschlossenen war. Auf diese Weise wurden Tag für Tag mehr als 80 Tonnen Lebensmittel und Hilfsgüter von Wiesbaden nach Berlin transportiert. Einige Straßen innerhalb des heutigen US Heeresflugplatzes „Wiesbaden Army Airfield“ sind nach den Fliegern benannt, die während der „Berliner Luftbrücke“ ihr Leben verloren.

    1976 verlegte man das Hauptquartier der US-Luftwaffe (USAFE - US Air Force, Europe) und ihre Einheiten nach Ramstein, und eine Infanteriebrigade ersetzte die aus Wiesbaden abgezogenen Flieger, was eine starke Reduzierung des Flugverkehrs zur Folge hatte. Die Infanterie zog 1983 wieder ab, und das Hauptquartier des V. US-Korps übernahm den Standort. Es wurde entschieden, den Luftwaffenstützpunkt wieder seiner eigentlichen Bestimmung zu übergeben. Schliesslich hatte er bis dahin den Namen „Wiesbaden Air Base“ beibehalten.

    1998 wurde die „Air Base“ offiziell in den Flugplatz „Wiesbaden Army Airfield“ umbenannt. Bis zur Neuordnung der Stationierungsstreitkräfte des US-Heeres weltweit beheimatete er das 3.

    Korpsunterstützungskommando (Außerdienststellung 2007,) das Hauptquartier der 1. US-Panzerdivision „Old Ironsides“ (Zurückverlegung nach Fort Bliss, Texas, 2011) und das Hauptquartier des V. Korps (Außerdienststellung Juni 2013).

    Mit dem beginnenden Umzug des Hauptquartiers der US-Landstreitkräfte-Europa von Heidelberg nach Wiesbaden wurde das „Wiesbaden Army Airfield“ 2012 in „General Lucius D. Clay Kaserne“ umbenannt. Gegenwärtig dient die US-Heeresgarnison Wiesbaden als Standortverwaltung für mehrere militärische Einheiten und Dienstleister, allen voran das USAREUR-Hauptquartier, sowie das 5. Fernmeldekommando, die 66. Aufklärungsbrigade, das 1. Bataillon des 214. Heeresfliegerregiments, den Militärsender American Forces Network (AFN), und kleinere Einheiten der US-Luftwaffe.

    Die US-Garnison Wiesbaden wurde 2011 und 2012 mit dem Preis „Army Community of Excellence 2011“ in Gold vom Stabschef der US-Landstreitkräfte ausgezeichnet und zählt somit zu den besten Standorten der US-Armee weltweit.